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Internationale Badtrends Unser Bericht über die internationale Designmesse CERSAIE
Die seit langem geführte Diskussion über die Zukunft des Badezimmers fand im Jahr 2010 mit den Messen Salone del Mobile in Mailand im April und Cersaie in Bologna im Oktober eine wichtige Fokussierung. Auf beiden Messen wurden außergewöhnliche Kollektionen dem Publikum vorgestellt und Unternehmen wie Kos Italia, Zucchetti, Moab88, SIGN, Toscoquattro und Linea Beta verwandelten ihre Visionen für das Badezimmer der Zukunft in ein elegantes und durchdachtes bezahlbares Design. Während minimalistische Gestaltungen durch erdige Farben und ein warmes kalifornisches Weiß abgesoftet wurden, verschwanden die in den vergangenen Jahren gemachten Referenzen an Marrakech und Santorini vollständig. Das neue Badezimmer präsentiert einen Zufluchtsort für moderne Menschen, deren Leitmotiv diskreter Luxus ist. Verschwendung ist out und die schönsten und bestgemachten Kollektionen reflektieren ein bezahlbares Design.
Anstatt nur den Industrielook der 1990er Jahre für das 21. Jahrhundert aufzufrischen, stellte MOAB88 eine Kombination aus industriellen Elementen, recyceltem Holz sowie himmelblauen Stahlbecken vor. Dies milderte die industrielle Formensprache ab und fügte eine interessante Oberflächenstruktur minimaler Dekoration hinzu. MOAB88 und Tubes Radiatori hatten insgesamt die schönsten Stände in Bologna. SIGN präsentierte eine Kollektion moderner Bäder, die unschwer zu akzeptieren ist. Die Designer kreierten einen eleganten Look aus Naturstein und Holz mit Details, die den Eindruck erweckten, die Badmöbel würden schweben. Vergleicht man die Preise der SIGN-Kollektion mit jenen der bekannten Kreativhäuser Boffi und Antonio Lupi wird das formulierte Ziel von SIGN deutlich: eine Balance aus Inklusivität und Exklusivität. SIGN‘s Design ist mit seinem Angebot von bezahlbarem Luxus für die reale Welt geschaffen. Wir wählten die für Toscoquattro vom belgischen Architekten Vincent Van Duysen (1962) gestaltete Badmöbelkollektion Elements zur innovativsten Idee in diesem Jahr. Elements lässt alle technischen Elemente des Badezimmers verschwinden und ist für Bäder jeder Raumgröße geeignet. Vincent Van Duysen entwickelt seine Badmöbel nicht von der Form her, sondern vom Raumangebot europäischer Bäder. Seine zeitlosen Stücke aus fühlbar puren Materialien definieren das Badezimmer neu. In allen Kollektionen war ein neuer Fokus auf Wertigkeit, Qualität und Geschichte sichtbar, ohne dabei langweilig zu sein. Mehrere italienische Marken bewiesen in diesem Jahr, dass bezahlbarer Luxus nicht unbedingt ein kommerzielles Design nach sich führen muss. Dies ist einer der Gründe, warum wir fest daran glauben, dass italienisches Baddesign die Bedeutung des Badezimmers im 21. Jahrhundert neu definieren wird. Quelle: Bathrooms Need Design, Holger Willer, Willer Sanitär + Heizung GmbH
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