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Designer Porträt: David Chipperfield Mit seiner gefühlvollen und reduzierten Architektur gehört der englische Architekt David Chipperfield weltweit zu den derzeit gefragtesten Architekten. Zu seinen bekanntesten Bauten zählen die kürzlich vollendete Generalsanierung des Neuen Museums in Berlin, das America`s Cup Building in Valencia sowie das Literaturmuseum in Marbach.
Leider hat David Chipperfield noch keine Entwürfe für Badobjekte gefertigt. In unserem Technikbüro finden Sie aber die Türgriffe der FSB 1004 Serie, die von Chipperfield gestaltet wurden.
Dass David Chipperfield überhaupt dazu kam, ein Türklinkenprogramm entwerfen zu wollen, wurzelt in dem Wunsch, Gebäude mit Beschlägen auszustatten, die die architektonische Philosophie seines Handelns nicht nur zum Ausdruck bringen sondern auch erhöhen. Chipperfields Entwurf für FSB ist durch die Vorreiter der Moderne sowie durch die Philosophie eines Ludwig Wittgenstein geprägt, wobei er auch die gleiche logische Klarheit anstrebt. FSB 1004 basiert auf einem formalen Konzept, das allen funktionalen Anforderungen gerecht wird und so der zugrundeliegenden Philosophie sowohl in privaten wie auch in öffentlichen Bereichen Ausdruck verleiht.
David Chipperfield ist der Sohn des Farmers Alan John Chipperfield und Peggy Chipperfield, geb. Singleton. Er wuchs auf einem Bauernhof in der Grafschaft Devon auf. Als sein Vater einen weiteren Hof sowie einige andere Gebäude hinzugekauft hatte und sie in Ferienwohnungen umbaute, half er ihm bei der Planung. Da er sich gut darin bewährt hatte, konnte er ein Architekturstudium am Londoner Kingston Technical Institute beginnen (seit 1992: Kingston University). Anschließend wechselte er an die Architectural Association in London. Nach seinem Studienabschluss 1977 arbeitete er bei Douglas Stephen und anschließend im gemeinsamen Büro von Richard Rogers und Norman Foster. Seit 1984 ist er selbständig und gründete das Architekturbüro David Chipperfield Architects. Er unterhält heute Büros in London, Berlin (rund 90 Mitarbeiter) und Mailand sowie eine Repräsentanz in Shanghai.
Chipperfield war der einzige britische Architekt, der mit seinem Entwurf in die engere Wahl kam für den Erweiterungsbau des Londoner Museums Tate Modern. Er entwarf das Figge Art Museum in Davenport und das preisgekrönte River and Rowing Museum in Henley-on-Thames mit grüner Eichen-Fassade, Beton und Glas. Viele seiner Gebäude stehen allerdings im Ausland, insbesondere in Japan und Deutschland.
In Marbach am Neckar hat er im Januar 2006 das von ihm entworfene Literaturmuseum der Moderne als Bestandteil des Deutschen Literaturarchivs Marbach übergeben. 2007 wurde er dafür mit dem Stirling-Preis ausgezeichnet.
2007 erhielt er den Zuschlag zur Realisierung seines preisgekrönten Entwurfs für den Neubau des Museum Folkwang in Essen, welches im Jahre 2010 fertiggestellt und am 30. Januar 2010 eröffnet wurde. Anlässlich der Eröffnung bedauerte er, lediglich auf einen künstlerisch arbeitenden „Museumsarchitekten“ festgelegt zu werden. „Aber nachdem wir bewiesen haben, dass wir hochprofessionell sind, öffnet uns das ja vielleicht neue Türen. Ich bin inzwischen wirklich Experte für Flughäfen.“ Er wurde als Gastprofessor an mehreren Universitäten tätig, darunter 1987/88 als Visiting Lecturer an der Graduate School of Design (GSD) der Harvard University, von 1995 bis 2001 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und 2001 am Mies van der Rohe-Lehrstuhl der Escola Tècnica Superior d’Arquitectura in Barcelona.
Chipperfield ist mit der Argentinierin Evelyn Stern aus Kölnverheiratet, hat mit ihr drei erwachsene Kinder sowie einen Sohn aus einer vorherigen Ehe und lebt in Marylebone, London « zurück |
